Der US-amerikanische Autor Jack Donovan ist eine der schillerndsten Figuren der internationalen Neuen Rechten. In seinen B chern fordert er die R ckkehr auf den "Weg der M nner", der ber koalition re Gewalt und Frauenverachtung f hrt. Denn Donovan meint, die Welt werde beherrscht vom globalisierten Feminismus, dem sich mutige M nnerbanden endlich entgegenstellen m ssen. Ihre Aufgabe sei es, f r den "eigenen Stamm" zu sorgen, zu k mpfen und sich nach au en abzuschotten. Die M nner sollen zu Barbaren werden. Ma los bersteigert Donovan herk mmliche Vorstellungen ber Geschlecht und bedient sich dabei mannigfach an rechten Ideologiefragmenten. Notwendige Anpassungen nimmt er ungeniert vor: Das Bekenntnis zu seiner eigenen homosexuellen Identit t transformiert so zu einer Liebe zur M nnlichkeit an sich. Donovans Zusammenf hrung primitivster Geschlechterbilder in einer ansprechend ausgestalteten Theorie der Gegenwart steht dabei symptomatisch f r den Politikstil der Neuen Rechten, zu deren Kernkompetenz die Pr sentation alter Inhalte in neuem Gewand z hlt. Entsprechend positiv werden Donovans bizarre Ansichten in diesem Milieu - auch in Deutschland - aufgenommen. Dazu tr gt nicht zuletzt dessen stilsicherer Umgang mit den sozialen Medien bei. Die fortw hrende Inszenierung seines muskul sen K rpers, gefestigte Verbindungen zum organisierten Antifeminismus sowie ein ausgepr gtes Interesse an nordischer Mythologie komplettieren das Bild der "Neuen rechten M nnlichkeit" und verweisen auch ber die Person Donovan hinaus auf aktuelle Verhandlungen von Geschlecht und Sexualit t in der extremen Rechten.