In diesem Papier stellen wir kriminalpolitische Pläne zur Bekämpfung des Menschenhandels auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zusammen. Au erdem wird die Umsetzung von Ma nahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels in der globalen Situation von COVID-19 betrachtet. Die von uns analysierten kriminalpolitischen Aktionspläne verfolgen einen multidisziplinären und präventiven Ansatz, der an den Ursachen der organisierten Kriminalität ansetzt. Wir sind jedoch der Meinung, dass Leitlinien aufgenommen werden sollten, die auch die Kriminalitätsprävention in allen sozial- und wirtschaftspolitischen Ma nahmen und Programmen fordern, einschlie lich Beschäftigung, Bildung, Gesundheit, Wohnen, Armut, soziale Marginalisierung und Ausgrenzung. Wir sind der Meinung, dass der Kampf gegen den Menschenhandel die Beteiligung eines breiten Spektrums von lokalen, nationalen und internationalen Institutionen, sowohl staatlichen als auch nicht-staatlichen, erfordert.