Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Englisch - Literatur, Werke, Univerzita Komensk ho v Bratislave (Anglistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Krieg, Leid und Terror haben die Literatur der Jahrhunderte beherrscht, weil Literatur immer auch Spiegel der jeweiligen Zeitepoche ist. Auffallend ist in der literarischen Aufarbeitung dieser Thematik ein durchg ngiges Fehlen der kindlichen Perspektive, eine Tendenz, die sich bis heute gehalten hat. Die Gr nde hierf r sind mannigfaltig, verweisen aber auch auf eine gewisse Ignoranz gegen ber dieser Gruppe der Zivilbev lkerung, die besonders Opfer und Leidtragende von kriegerischen Handlungen waren und sind. Die beiden hier untersuchten Romane k nnen deshalb als Ausnahmen angesehen werden, da sie Kindsein im Krieg reflektieren und Krieg als ein Leitmotiv benutzt wird. Die gro e zeitliche Diskrepanz, hier das 17., dort das 21. Jahrhundert, sowie die verschiedenen Romantypen, hier biografisch und dort dystopisch, m gen zun chst einer gemeinsamen Analyse widersprechen, sie wird aber durch diese zentrale Rolle des Kindes im Krieg aufgehoben und verweist auf dessen literarische Bedeutung. Beide Autoren stellen Kindsein bewusst in die Kollision zwischen Frieden (Zukunft) und Krieg (Tod). F r eine gemeinsame Analyse beider Werke spricht ebenfalls die autofiktionale Erz hlform durch einen (alten) Erz hler, der die Handlung beider Romane pr gt und die Erz hlung vom Ende lenkt sowie reminiszierend begleitet. Diese beiden zentralen Parallelen der Erz hlung berwiegen auch die Tatsache, dass Grimmelshausen einen satirischen Roman vorlegt, der lehrhaft, unterhaltsam und moraldidaktisch verwertbar ist, etwas was EI Akkad nicht beabsichtigt. Sein Roman ist vielmehr auch politisch zu verstehen. Dennoch ist beiden Romanarten, dem satirischen Roman und der Dystopie, eins gemeinsam, n mlich die Aussagen, dass der Krieg als solcher furchtbar ist, was beide Werke ethisch lesbar macht. Zus tzlich verweist die Entscheidung