Europa ist alt, müde und voller Hunger nach Gold, Gott und Erlösung.
Christoph Kolumbus ist kein Held. Kein Heiliger. Kein strahlender Entdecker aus den Geschichtsbüchern. Er ist ein besessener Mann mit zerrissenen Karten, leeren Taschen, schlechten Schulden und einem Traum, der ihn langsam auffrisst.
Während Könige Kriege führen, Priester lügen und Seeleute in den Häfen verrotten, glaubt Kolumbus an eine Richtung, die alle anderen für Wahnsinn halten: den Westen. Dort, hinter dem endlosen Meer, soll ein neuer Weg liegen. Nach Indien. Zum Reichtum. Zur Unsterblichkeit.
Doch jeder Schritt dorthin kostet ihn mehr. Spott. Armut. Verlust. Jahre des Wartens. Und schlie lich eine Fahrt über den Atlantik, auf drei morschen Schiffen, mit Männern, die ihn hassen, fürchten und am liebsten über Bord werfen würden.
Als endlich Land in Sicht kommt, scheint der Traum wahr geworden zu sein.
Aber manche Träume öffnen keine Tür zur Zukunft.
Manche öffnen ein Grab.
"Kolumbus - Der letzte Traum des alten Kontinents" erzählt die Geschichte des berühmten Seefahrers als düsteren, rauen historischen Roman über Besessenheit, Schuld, Macht und den Moment, in dem Europa die Welt nicht entdeckt, sondern zu verschlingen beginnt.