Jahrzehntelang lag eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts unter Asche, militärischer Geheimhaltung und diplomatischem Schweigen begraben. Dieses Buch bricht dieses Schweigen.
In der eisigen Landschaft der besetzten Mandschurei wandelte die Einheit 731 die Wissenschaft in ein Vernichtungsinstrument um. Unter dem Kommando von Ärzten und Offizieren der Kaiserlich Japanischen Armee wurden Männer, Frauen und Kinder zu blo en Zahlen degradiert, Vivisektionen, geplanten Epidemien, biologischen Waffen, Kälteexperimenten und systematischer Gewalt ausgesetzt, alles im Namen des "wissenschaftlichen Fortschritts" und des Krieges.
Mit historischer Genauigkeit, in einer fesselnden Sprache und mit ethischer Tiefe rekonstruiert dieses Werk nicht nur die Fakten, sondern auch die psychologischen, politischen und wissenschaftlichen Mechanismen, die das Unvorstellbare möglich machten. Die Erzählung zeichnet den Aufstieg des Imperiums nach, die Entstehung des Labors des Grauens, das Leid der Opfer, den Nachkriegspakt des Schweigens, die Straflosigkeit der Schuldigen und den langen Kampf der Überlebenden um die Wahrheit.
Mehr als ein historischer Bericht ist dieses Buch eine moralische Warnung. Es enthüllt, wie blinder Gehorsam, Propaganda und ethische Entfremdung Ärzte in Henker und Labore in Vernichtungslager verwandeln können. Es deckt zudem die internationale Komplizenschaft auf, die es ermöglichte, durch Leid gewonnenes Wissen zu vereinnahmen und wiederzuverwenden, während die Opfer in Vergessenheit gerieten.
Indem das Werk Geschichte, Wissenschaft, Erinnerung und Bioethik vereint, konfrontiert es den Leser mit einer unbequemen und notwendigen Frage: Wie weit ist die Menschheit zu gehen, wenn Wissen vom Gewissen losgelöst ist?
Ein eindringliches, verstörendes und unverzichtbares Buch für all jene, die glauben, dass Erinnern kein Akt der Rache, sondern die höchste Form der Gerechtigkeit ist.